Wie Spielzeuge Grenzen überschreiten (lassen) – Das Fremde im Anderen

In diesem Papier wird versucht, (1) anhand des ‚Spielzeugdiskurses’ innerhalb der Debatten des US-Kongress, (2) ein Sicherheitsthema zu identifizieren, dass (3) Identität reproduziert, jedoch nicht auf der Basis einer fundamentalen Abgrenzung.
Im US-Kongress wird über China und Spielzeug geredet. Die Ursache dafür, dass in China hergestelltes, lebensgefährliches Spielzeug in Massen auf den amerikanischen Markt gelangen konnte, wird jedoch nicht nur China angelastet, sondern auch entscheidend der eigenen Unfähigkeit, Importstandards durchzusetzen.
Eine Bedrohung durch Spielzeug wird in der Sprache reflektiert: zu sichern sind Land, Volk und Familien und zwar vor dem eindringen gefährlicher Waren in die Häuser amerikanischer Bürger. Sicherheitsrelevante Äußerungen beziehen sich auf das zuschützende und wovor zu schützen ist.
Der ‚Spielzeugdiskurs’ weist keine fundamentalen, unüberbrückbaren Abgrenzungen gegenüber China auf. Nicht die Andersheit wird betont, sondern eigene Fehler und selbstverursachte Folgen werden thematisiert. China ist nicht der Antagonist Amerikas, vielmehr hat China das Potential sich den westlichen Wirtschafts- und Sozialstrukturen anzunähern: China ist fremd aber nicht anders.




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